Familienzentrum

Miteinander füreinander da sein!

Evangelisches Dreieck Coerde – ein Platz für
generationenübergreifende Bildung und Erziehung
Vom Kindergarten zum Familienzentrum

Die Rolle der Familie als Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft wird nur selten in Abrede gestellt. Dessen ungeachtet wächst der Bedarf der Eltern an einer effektiven Unterstützung in Bildungs- und Erziehungsfragen stetig. Kindergärten empfehlen sich als eine der ersten Anlaufstellen. Mehr und mehr Kindertagesstätten treten als Familienzentrum auf und fungieren als zentraler Knotenpunkt eines Kooperationsnetzes – vor allem dort, wo das Wohnumfeld durch eine hohe Quote an Migranten und einen überdurchschnittlichen Anteil sozial schwacher Familien geprägt wird. Eine Situation, mit der die Erzieherinnen im Stadtteil Münster-Coerde vertraut sind. Aufbauend auf den Erfahrungen und Entwicklungen der letzten Jahre stellt sich der Evangelische Andreas-Kindergarten der Herausforderung, sein Profil als Familienzentrum zu schärfen und auszubauen. Wir begreifen Kinder und ihre Eltern als Partner, denen wir mit Rat und Tat jederzeit zur Seite stehen.

Interkulturelle Aktivitäten

Das zuletzt durchgeführte Integrationsprojekt „Unsere Welt“, an dem sich auch die Eltern beteiligten, hatte zum Ziel, fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen. Unter anderem wurden die Muttersprachen der Kindergartenkinder vor­gestellt, Nationalgerichte zubereitet sowie landestypische Tänze und Spiele vorgeführt.
Weitere Höhepunkte im Kindergartenjahr sind das Gemeindefest, das Frühlingsfest, das Sommerfest, Flohmärkte, das Stadtteilfest und die Vater-Kind-Rallye. Sie fördern Begegnungen unter Nachbarn, in der Gemeinde und zwischen den Kulturen. Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit informiert der Kindergarten über Flyer, Handzettel, Plakate, Presse, Lokalfunk etc. über seine verschiedenen Aktivitäten.

Angebote, Beratung und Unterstützung im Andreas-Kindergarten für Eltern

Um den Erwartungen und Wünschen der Eltern im Evangelischen Andreas-Kindergarten zu entsprechen, nimmt der direkte Kontakt zu den Eltern einen hohen Stellenwert ein.
Im Kindergarten werden bei Anmeldegesprächen, Gesprächen zwischen Tür und Angel, Sprechstunden, Elternabenden und Hospitationen der Eltern in der Einrichtung Hemmschwellen abgebaut und das Vertrauen gestärkt. Sich verändernde Bedürfnislagen werden ermittelt und in unserer Arbeit berücksichtigt. Grundlagen für diese Gespräche sind gezielte Beobachtungen, die in einem vom Kindergartenteam unter entwicklungspsychologischen Aspekten entwickelten Beobachtungsbogen und in einer Entwicklungsdokumentation des Evangelischen Fachverbands der Tageseinrichtungen für Kinder festgehalten und veranschaulicht werden.
Durch eine halbjährlich stattfindende Bedarfsabfrage, die nicht nur Öffnungszeiten und Betreuungsangebote erfasst, kann das Team individuell auf Wünsche und Ansprüche der einzelnen Familien eingehen.
Der Kindergarten verfügt über Ressourcen, die über die ursprünglichen Betreuungsangebote hinausreichen: Er kann in bestimmten Situationen und Notlagen spontan notwendige Betreuungsformen anbieten, z. B. Übermittagbetreuung oder zusätzliche Betreuung sowie die Öffnung für den Freundeskreis der Kinder.
Im Foyer der Einrichtung existiert ein Treffpunkt für Eltern. Dort können sie sich durch ausgelegte Broschüren verschiedener Institutionen umfassend über Angebote in der Umgebung informieren, eigene Anzeigen am schwarzen Brett aushängen und sich mit anderen Eltern außerhalb des häuslichen Umfeldes austauschen.

Für Eltern des Kindergartens, der Grundschule sowie der OGTS wird täglich in den Räumen des Ev. Andreas – Kindergartens ein offenes Elterncafè angeboten. Das offene Elterncafè wird von einer Honorarkraft betreut.

Jeden Donnerstag organisiert die Einrichtung eine Krabbelgruppe „Die Knirpse“. Hier können Eltern mit Kindern ab 4 Monaten miteinander ins Gespräch kommen und sich unter fachkundiger Begleitung austauschen.
Der Kindergarten pflegt gute Kontakte zu den im Stadtteilbüro angesiedelten Beratungs­diensten und der Kindertagespflege. Nicht zuletzt wegen der hohen Auslastung der dortigen Sprechstunden unterhält die Einrichtung darüber hinaus engen Kontakt zum
Ev. Beratungsdienst der Diakonie, die in den Räumen eine Sprechstunde nach Vereinbarung anbietet.

Als Begegnungsort für Familien und Generationen bietet der Kindergarten allen Eltern, insbesondere auch den Vätern Möglichkeiten, aktiv das alltägliche Geschehen mitzugestalten, Fähigkeiten einzubringen und Wissen zu vermitteln.

Enge Kooperationspartner des Andreas-Kindergartens

Kooperationsnetzwerk „Evangelisches Dreieck Coerde“

Der Evangelische Andreas-Kindergarten ist gleichberechtigter Partner im „Evangelischen Dreieck Coerde“. Dabei handelt es sich um die informelle Bezeichnung eines aufeinander abgestimmten Netz­werks von Erziehungs- und Beratungsangeboten der drei evangelischen Einrichtungen Evangelischer Andreas-Kindergarten, Melanchthon-Grundschule und „Haus der Offenen Tür für die Ju­gend“ (H.O.T.). Zwischen den Einrichtungen bestehen verbindlich festgeschriebene Absprachen über die gemeinsamen Planungen und Veranstaltungen. Aus der gemeinsamen Arbeit ist z. B. der offene Elterntreff hervorgegangen.

Evangelische Melanchthon-Grundschule

In enger Zusammenarbeit schaffen Kindergarten und Grundschule einen fließenden Übergang zwischen den beiden Institutionen. Zu diesem Zweck führen sie ge­meinsam Förderkurse für Vorschulkinder durch.
Die Schulturnhalle nutzen die Kindergar­tenkinder für die Bewegungsförderung. Regelmäßig finden wechselseitige Besuche zwischen Kindergarten- und Grundschulkindern statt, etwa bei Theateraufführungen oder musikali­schen Darbietungen. An Veranstaltungsabenden informiert das Lehrerkollegium die Eltern im Kindergarten über Schulfragen, oder die Eltern werden von den Erzieherinnen zu Bera­tungsgesprächen an die Schule weitergeleitet. Schulleitung und Kindergartenleitung halten regelmäßig Arbeitstreffen ab.

Haus der Offenen Tür für die Jugend

Die Offene Ganztagesschule (OGTS) wird in Trägerschaft der Andreas-Kirchengemeinde in den Räumen des H.O.T. durchgeführt. Die enge Zusammenarbeit unter dem Dach eines Trägers erlaubt gezielte Hilfen für Familien, die auf die umfassende Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Nach Schließung des Kindergartens bzw. der OGTS können die Kinder im Kinderbereich des H.O.T. bis 18.30 Uhr betreut werden. Bei der Aufnahme sowohl in die Übermittagsbetreuung des Kindergartens als auch in die OGTS erhalten Geschwisterkin­der im Allgemeinen den Vorrang, um eine für berufstätige Eltern bestmögliche Kinder­betreuung zu gewährleisten. In den wenigen Fällen, in denen ein Betreuungsangebot bis 18.30 Uhr nicht ausreicht oder Kinder aus Platzmangel nicht in die Übermittagsbetreuung aufgenommen werden können, vermitteln die Erzieherinnen Eltern an den „Verein Münster­scher Tageseltern e.V.“

Kooperationspartnerschaft im Umfeld des „Evangelischen Dreiecks Coerde“

Ein wichtiger Partner im unmittelbaren Umfeld des Andreas-Kindergartens ist die Evangelische Andreas-Kirchengemeinde. Ratsuchende Eltern können sich an den Gemeindepfarrer zu Seelsorge- und Beratungsgesprächen wenden. Für akute Notlagen in den Familien hält die Ge­meinde einen Spendenfond bereit. Zudem betreibt die Gemeinde einen Kleiderkeller, in dem gute Secondhand-Kleidung, darunter auch Kinderkleidung, preiswert erworben wer­den kann.
Durch ein reges Gemeindeleben sind gemeinsame Aktivitäten von Kindergartenkindern und Senioren ein besonderer Erfahrungsgewinn.
In ökumenischer Zusammenarbeit unterstützt die Kirchengemeinde auf Stadtteilebene das „Cafe Nostalgie“, ein Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Die Erzieherinnen vermitteln betroffene Angehörige zu Beratungsgesprächen mit der dort tätigen Mitarbeiterin der gerontopsychiatrischen Beratungsstelle der Caritas.

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